Über Gaststätte Lurup

Setzen Sie auf Qualität aus Erfahrung: Wir von Gaststätte Lurup stehen für gastronomische Dienstleistungen mit höchsten Ansprüchen und erfreuen unsere Kunden seit langen Jahren sowohl mit klassischen als auch mit frischen Ideen.


Die Geschichte der Gaststätte Lurup.


Soweit uns bekannt und zusammengestellt von Günter Claußen

Lurup im Jahre 1999

 

 

 

Die Geschichte der Gaststätte Lurup beginnt im Jahre 1860.  Der  Schiffszimmermann Claus Jürgens

und seine Ehefrau Anna geborene Schrum stellten  im Jahre 1860 bei den damaligen Behörden den Antrag auf Erteilung einer Genehmigung zum Ausschank von alkoholischen und nicht alkoholischen  Getränken. Claus Jürgens ist der Sohn des Asmus Jürgens und seiner Ehefrau Antje geb. Mommsen  aus Nübbel. Das Elternhaus soll in der heutigen Dorfstraße 31 als Eigenhufe mit Garten gestanden haben. Seine Ehefrau Anna geb. Schrum stand gegenüber dem heutigen Kaufhaus Dau, also waren beide fast Nachbarn. Claus Jürgens heiratete Anna Schrum im Mai 1852. Beide bauten an dem damaligen Hauptverkehrsweg von Kiel nach Heide, also von Ost nach West, ein zuerst nur landwirtschaftlich genutztes Gebäude. An der Stelle wo es jetzt steht war im Jahre 1839 noch Wald. Auf der ersten Flurkarte, vermessen 1839 und gezeichnet von C. Turretin 1856, ist an der Stelle wo das Haus gebaut worden ist noch Wald eingezeichnet. Eine Kopie der ersten Karte hängt im Vorraum zum Lokal.

Die erste Concession wurde am 8 ten  November 1860 vom  dänischen König unterzeichnet und mit seinem Siegel versehen. Der Wortlaut dieser Concession ist

 

Wir Frederik der Siebente,


von Gottes Gnaden König zu Dänemark, der Wenden und Gothen, Herzog zu Schleswig, Holstein, Stormarn, der Dithmarschen und zu Lauenburg, wie auch zu Oldenburg

Thun kund hiermit : Das Wir dem Käthner Claus Jürgens in Nübbel, Amtes Hütten

allergnädigst erlaubt haben, so wie Wir demselben hierdurch nochmals bewilligen, das er seine Lebzeit über, jedoch nur solange er Besitzer seines jetzigen Hauses ist und demselben wohnt, die Krügerei treiben, mithin Bier und Brantewein ausschenken und die beiden letzteren Getränke in Bouteillen verhandeln, Cigarren stückweise an seine Gäste verkaufen, übriges diese Freiheit nach bestem Vermögen benützen möge. Indessen ist er hierdurch keineswegs befugt, selbst Bier zu brauen oder Branntewein zu brennen, es seh denn, das er dazu anderweitig berechtigt oder besonders concessionirt worden, und ist dabei bei Verlust dieser Concession und sonstiger willkührlicher  Strafe schuldig und gehalten, richtiges und unverfälschtes Maaß zu gebrauchen, niemand im Preise zu übersetzen, die Verordnung wegen Heiligung der Sonn- und Feiertage gehörig zu beobachten, kein unmäßiges Saufen und Schwelgen bei sich zu gestatten, sowie überhaupt Alles zu vermeiden was zu begründeten Klagen über ihn oder seine Wirtschaft Veranlassung geben könnte, für diese Freiheit eine jährliche Recognition von 10 Reichstalern in Unser dortiges Amts=Register  promte und richtig zu erlegen, bei jedem Unserer Königlichen Erbfolger, dessen Gelangung zur Allerhöchsten Landesregierung er etwa bei diesem Betriebe erleben möchte, nähere Bestätigung hierüber unverzüglich zu suchen und auszubringen, und schließlich diese Concession sowohl dem dortigen Oberbeamten als dem dortigen Hebungsbeamten vorzuzeigen.

        Übrigens bleibt, im Fall des mißbrauchs dieser Concession, Unserem Ministerium für das Herzogtum Schleswig die Cassation derselben ohne Rechtsgang vorbehalten.

        Wornach sich allerunterthänigst zu achten. Urkundlich unter Unserm vorgedruckten Königlichen Insiegel.

         Gegeben in Unserer Königlichen Residenzstadt Copenhagen, den 8 ten November 1860

 

 

                                              

Königliches Siegel


Nach dem königlichen Siegel sind noch einige Anordnungen in handschriftlicher Form angeführt. So zum Beispiel

 

Auf Seiner Königlichen Majestät allergnädigsten Befehl.

                     

Unterschrift                               Magnussen

 

Krügereiconcession  für

 

Den Käthner Claus Jürgens in Nübbel, Amt Hütten, in seinem am Rendsburg – Lexfährer Wege erbauten Hause. Ezeditivurgebühr 14 ½ Reichstaler. Er zahlt am 22. Nov. 1860.

Prod. Königlicher Hardennotei zu Hohn, 14. März 1861. Geb. 77 f.

Sud: Königlich Hüttener Amtsnotarie, am 11. Nov. 1860. Über Zurücklassung einer Abschrift. Geb. 77 f.

Die Erträge aus der Landwirtschaft und Gaststätte waren nicht ausreichend um den Betrieb erhalten zukönnen. So nahm er noch zeitweise Heuer auf einem Schiff an. Seine letzte Reise war 1870. Seine Schuldenlast war sehr hoch. Bei einem jährlichen Einkommen von

25 Kronen eine Schuldenlast von 500 Kronen abzuzahlen ist nicht einfach.

Am 10. November 1877 übergab er das Anwesen an seinen Sohn Jürgen Christian Jürgens und seiner Ehefrau Christiana, Geb. Glüsing.

Die zweite Concession 1877 vom Hardenvogt Hans Fey ausgestellt war eine Vererbungs-concession.

1885 wurde beim Kirchspielvogt die Konzession als Übernachtungsherberge und Ausspannstation beantragt und genehmigt.

Als ersten Übernachtungsgast ist der Strumpfweber Ernst Kühn, aus Rendsburg, auf dem Weg nach Heide eingetragen. Die letzte Eintragung gibt an ,das der Forstassessor Gerhardt Leibt aus Hannoversch – Münden hier genächtigt hat. Das war im August 1952. Danach war es nur noch ein reiner Schankbetrieb.

Aus der Ehe des Jürgen Christian und Christiana Jürgens gingen 6 Kinder hervor. Sie führten die Gaststätte in einer Erbengemeischaft weiter. Sie schieden, bis auf Chatarina Magdalena, durch Heirat aus der Erbengemeinschaft aus. Anna Dittmer, geb. Jürgens, zog mit ihrem Mann nach Neumünster wo er Schullehrer war. Aus dieser Ehe stammt eine Tochter, die Malerin Anne Dittmer. Von ihr hängen noch einige Bilder im Lokal. Der Ehemann von Anna Dittmer verstarb sehr früh. So das Anne Dittmer sich um ihre Mutter kümmern mußte. Bei einem Bombenangriff wurde auch Ihr Haus in Neumünster zerstört. Anne Dittmer brachte ihre Mutter wieder nach Lurup zurück. Wo sie dann auch 1966 verstarb.

Von 1927 hatte die Gaststätte einen Dauergast. Es war der Arzt Dr. Ernst Bamberger.

Er führte eine Privatklinik in Rendsburg und hatte die Jagdt in Nübbel gepachtet.

In Lurup hatte er ein eigenes Jagdtzimmer mit Telefon am Bett. Er mußte ja ständig erreichbar sein.

Die Malerin Anne Dittmer war mit dem Kriegsberichterstatter im Führerhauptquartier

Willy Behrmann verlobt, der jedoch im Kriege fiel. Sie hatte einen sehr großen Bekanntenkreis ( der von Flensburg bis Venedig und von Breslau bis Paris reichte )  und war unter Ihnen sehr beliebt. Sie korrigierte auch seine Berichte die er in Gedichtform niederschrieb. Anne Dittmer unterrichtete Kunst am Helene Lange Gymnasium in Neumünster. Sie hat sehr viele arbeiten für die Hamburger Schiffswerft Blohm und Voß ausgeführt. Sie malte dort die Kapitänskajüten aus. Von den guten Beziehungen hat auch die Gaststätte profitiert. Zu Himmelfahrt mußte sie immer in Lurup bedienen, was ihr oft zuwider war. Himmelfahrt war immer Tanz ,bei dem viele Ehen gestiftet wurden. Die Polizei hatte an dem Tag auch viel zutun. An wichtigen Festtagen des dritten Reiches wurde niemals die Nationalflagge gehißt. Trotz vieler Ermahnungen hat man es ständig vergessen. Sie ist 1964 in Lurup gestorben und auf dem Friedhof in Nübbel beigesetzt.

Nach dem Tode ihrer Eltern und ihres Bruders  Claus Jürgens hat Chatarina Magdalena Jürgens, von den Stammgästen liebevoll Tante Tine genannt, den Betrieb mit Hilfe ihrer Schwester Anna Dittmer weiter geführt. Die Gaststätte war im Volksmund auch unter dem Begriff  „ veer  Tittenkroog „  bekannt. Tante Tine hat den Betrieb sehr gewissenhaft geführt. Nach Erzählungen vieler älterer Gäste „ wenn ein Gast mit dem Auto einkehrte, ein paar Biere und Schnaps getrunken hatten, hieß es :  ( so du büs mit Auto door nu gift nix mehr du mus noch mit Auto no Huus ) Sie hatte sehr starke und gesunde Natur. Einen Arzt hat Sie nur sehr selten gesehen. 1975 ist sie dann noch einmal sehr schwer gestürzt, bei dem sie einen Oberschenkelhalsbruch erlitt und ins Krankenhaus mußte. Auch das hat sie mit eisernem Willen überstanden. Während der Krankheitstage und im Alter wurde sie von ihrer Nachbarin gepflegt. Danach hat sie ihre Nachbarin zu ihrem Nachfolger bestimmt.

Johanna Claußen wurde von Tante Tine als leibliche Tochter angenommen, und somit blieb die Gaststätte auch weiterhin in Familienbesitz. 1979 wurden die notwendigen Umbauten noch mit ihr besprochen,  die notwendigen Papiere von ihr unterschrieben, und eingereicht.

Tante Tine verstarb am 31. 12. 1979 in Lurup und wurde neben ihrer Schwester und Nichte in Nübbel beigesetzt.

 

Als Anhang nun noch einmal die Abschrift einer ERLAUBNISURKUNDE

 

Der Gastwirtin Catharina Jürgens in Lurup,  Gemeinde Nübbel, geb. am 6. 2. 1887  ist auf Grund des Gaststättengesetzes vom 28. April 1930 ( Reichsgesetzblatt  S. 146 ff. ), in der Fassung der Gesetze vom 3. Juli 1934  ( Reichsgesetzblatt 1 S. 567) und vom 9. Oktober 1934 (Reichsgesetzblatt 1 S. 913), und der hierzu ergangenen Aus – Durchführungsverordnungen und der Verordnung über die Zuständigkeiten in Beschlußsachen durch

Beschluß des Beschlußausschusses des Landkreises Rendsburg vom 3. März 1952 auf Antrag die Erlaubnis zum Betriebe einer Gastwirtschaft auf dem in L u r u p , Gemeinde Nübbel, belegenen Hausgrundstück erteilt worden.

Die Erlaubnis berechtigt zum Ausschank sämtlicher alkoholischen Getränke und gilt nur für die in den beigehefteten Zeichnungen und Beschreibungen mit Ziffer  1 – 4  bezeichneten Räumen.

Gemäß § 11 des Gaststättengesetzes werden folgende Auflagen gemacht:

1. Der Eingang zu den Räumlichkeiten des Gewerbebetriebes sowie der Flur und etwaige Treppen, welche zu den Räumlichkeiten führen, sind bei Eintritt der Dunkelheit bis zur Polizeistunde hell und ausreichend zu beleuchten.

2. Es sind Aborte ( Pissoirs und Klosetts ) in einem dem Verkehr in den Gast – und Schankräumen entsprechenden Umfange anzulegen; die Aborte dürfen keinen unmittelbaren Zugang durch Wohn - ,Schlaf – und Wirtschaftsräume haben und sind mit den erforderlichen Einrichtungen für Abfluß und Luftreinigung zu versehen; sie sind stets sauber zu halten und durch häufige Desinfektion geruchlos zu machen; des Abends sind sie zu beleuchten. Es ist dafür zu sorgen, Daß die Gäste die Aborte leicht auffinden können.

3. Zur sorgfältigen Spülung der Schankgefäße, ferner zur Herstellung genügenden Luftwechsels sind die dem Verkehr in den Gast- und Schankräumen entsprechenden Einrichtungen zu treffen.

4. Der Inhaber dieser Erlaubnis ist verpflichtet, auch nichtgeistige Getränke bereit zu halten.

 

Weiterhin sind viele hinweise darauf angefügt über Verstöße und Vergehen durch die, die Konzession entzogen werden kann. Es sind die Gleichen, wie sie heute noch gelten.

Die Modernisierung ging auch am Lurup nicht vorbei. Mit zunehmendem Kraftfahrzeugverkehr wurde an der Gaststätte Lurup eine Bushaltestelle eingerichtet. Die Haltestelle war zuständig für die Ortsteile Ernsttal -, Eichtal-, Moholz und Lurup. Nach der Verlegung der Hauptstrasse ( 1949 – 1951 ) wurde die Haltestelle nach Eichtal verlegt, sie heißt aber immer noch Haltestelle Lurup. Der größte Einschnitt der Wandlung der Zeit war der Erhalt elektrischer Beleuchtung und Telefon am 24. 12. 1948. Das, für den Bau benötigte Grundstück wurde vertraglich so geregelt, mündlicher Vertrag: die für den Bau des Transformatorhauses benötigten Arbeiter werden von den Stromabnehmern reihum mit warmen Speisen einmal am Tag versorgt. 

 

Vertrag zwischen Chatarina Jürgens und der Schleswag.

 

Auf dem Grundbuchblatt des in Nübbel gehörenden, im Grundbuch von Nübbel

Band  9  Blatt Nr.  324   eingetragenen Grundstücks ist folgendes eingetragen worden :

 

Abteilung  2     Spalte   Lasten

 

Laufende  Nr. der Eintragungen  :  3

 

Ein Recht zur Errichtung eines Transformatorhauses und der erforderlichen Masten für elektrische Starkstromleitungen, sowie zur Überspannung des Grundstücks mit Leitungsseilen für elektrische Starkstromleitungen und zur Begehung, sowie zur Vornahme der erforderlichen Erhaltungs- und Auswechslungsarbeiten durch ihre Beauftragten für die Schleswig-Holsteinische Stromversorgungs – Aktiengesellschaft in Rendsburg. Unter Bezugnahme auf die Bewilligung vom 4. April 1957, aber nur auf dem Flurstück Nr. 76/1 der Flur 1, eingetragen am 5. September 1957.

                                                                                Unterschrift

                   

                                            Da die Vererbungsconcession irgend wann einmal aufgehoben worden war, mußte ihre Nachfolgerin Frau Johanna Claußen – Jürgens eine neue Concession beantragen. Die neue Concession wurde nur erst einmal für zwei Jahre erteilt, weil noch viele Auflagen zu erfüllen waren. Da schon von Tante Tine ein Antrag auf Umbau und Erneuerung gestellt war, machte man keine großen Schwierigkeiten. Mit dem Umbau wurde auch sehr bald begonnen. Als erstes baute man die Durchfahrt um, damit der neue Raum dann als Gaststube genutzt werden konnte. Als zweites nahm man die Toiletten in angriff, der als Zwischenbau genehmigt worden war. Zum Schluß war die Küche dran. Sie entstand in der alten Gaststube. Der gesamte Umbau dauerte circa zwei bis zweieinhalb Jahre. Danach wurde die endgültige Genehmigung problemlos erteilt. Am 31. August 1985 wurde dann das 125 jährige Jubiläum mit viel Musik und Gästen aus der ganzen Umgebung gefeiert. Am zweiten Pfingsten wurden von 1983 – 1995 mit Musik und Tanz ein Fest gefeiert. Seit dem Jahre 1985 feiert man unter der Eiche vor der Gaststätte, ( auf dem Dreieck des zum Fiskus und Elsdorf gehörendem Grundstück, ) einen Gottesdienst. Zwei Jahre später wurden auch die ersten Kindtaufen vorgenommen. Es waren die Enkelkinder der Besitzerin. Seither wurden hier viele Kinder getauft. Der Pfingstgottesdienst wurde irgend wann auf den Pfingstsonntag verlegt und  noch heute gefeiert. Außerdem etablierten sich  einige Vereine. Zum Beispiel, ein Sparclub seit 1982, Plesshornbläser, Parforshornbläser und eine Fußballmannschaft ( ohne Spielfeld ) um Ihren Tip für die laufenden Spiele abzugeben. Seit 2010 sind noch Feuerwehr und der Angelverein dazu gekommen. 1992 wurde der Betrieb an den Sohn Günter Claußen weitergegeben. 1996 stellte er einen Antrag auf räumliche Erweiterung. Dabei wurde der hintere Teil der alten Durchfahrt so umgebaut das ein kleiner Saal entstand. In ihm werden heute viele Feste gefeiert. Im Jahre 1998 unternahm man eine Fahrt zur Brauerei nach Flensburg. Dabei feierte man die 50 jährigen Geschäftsbeziehungen, verbunden mit einer Besichtigung und einem Imbiß. Bei der Gelegenheit wurde der Brauerei eine Kopie einer Mitteilung der Brauerei an ihre Bierverleger überreicht. Das Original hängt in der Gaststätte. Hier die Mitteilung

 

 

Herrn

Hinrich Röckendorf

Rendsburg

Gerhardstrasse 26

 

An unsere Herren Bierverleger!

Zu unserer großen Freude können wir Ihnen mitteilen, dass ab Montag, d. 29. August 1949 Flensburger Lagerbier und unserer

Spezialbier Flensburger Pilsner

wieder in F r i e d e n s q u a l i t ä t    zum Ausstoß kommt.

Wir versprechen uns hiervon eine erhebliche Belebung des Biergeschäftes, weil die bisherigen Gründe, welche gegen einen ausgedehnteren Bierabsatz sprechen, zum Teil fortfallen.

       

Erstens wird das Bier trinkende Publikum keine Voreingenommenheit mehr gegen das Getränk B I E R haben, wenn dasselbe in Friedensqualität zum Ausstoß kommt. Diese Voreingenommenheit war bei dem 8%igen Bier vorhanden, weil das Publikum weiß, dass 8%iges Bier keine Friedensqualität darstellt.

   

     

1.                 Diese Tatsache hat dazu geführt, dass das 8%ige Bier ein Getränk war,   welches wohl zur Stillung des Durstes getrunken wurde, welches aber nicht getrunken wurde, um bei Bier einen gemütlichen Abend zu verbringen, denn bei dem 8%igen Bier war die alkoholische Wirkung, welche jeder Biertrinker auch gerne spüren will, nur sehr gering.

   

2.                Das Friedensbier wird jeden Biertrinker und Bierkenner Nachtrinken  anreizen. Das FRIEDENSBIER, welches wir jetzt liefern werden, ist bedeutend vollmundiger  und es hat vor allen Dingen auch die leicht alkoholische Wirkung.

3.                Das Publikum hat bisher beanstandet, dass es für sein gutes Geld kein Friedensbier  bekam. Diese Vorurteil wird jetzt auch fortfallen, denn jetzt wird für gutes Geld  auch Ware in Friedensqualität geliefert.

 

Diese 3 Punkte sind ausserordentlich wesentlich und wir hoffen daher, dass sich der mengenmässige Bierabsatz beträchtlich heben wird.


Soweit der Auszug aus dem Schreiben. Wir versuchen noch heute mit dem Bier und Schleswig – Holsteinischer Küche , wie zum Beispiel mit Mehlbüdel – Omskoter – Grünkohl und vielem mehr, zu bestehen.

Nun noch einmal zurück zu der weiteren Nachfolge der Gaststätte. Die Nachfolge war sehr früh geklärt worden. Da Günter Claußen nicht verheiratet war und keine leiblichen Kinder hinterließ mußte eine andere Lösung gefunden werden. Frau Ute Kröger, als langjährige Mitarbeiterin, zuerst als Servisekraft dann als Köchin, insgesamt 25 Jahre, wollte die Gaststätte nach meiner Verrentung weiter führen. Sie verstarb am 9.3.2009 leider viel zu früh.  Das Problem der Nachfolge stand von neuem an.  Nach vielen Wirren und Ungereimtheiten

wurde in Anna Storm aus Hohn, die schon zu Utes Zeiten in der Küche angefangen hat, als Angestellte eine würdige Nachfolgerin gefunden.

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